Sehr starkes Umsatz- und Ertragswachstum im Corona-Jahr 2020

15 Mär. 2021 / Pressemitteilungen

  • Warenumsatz steigt um 40 %
  • Operativer Gewinn versechzehnfacht
  • EBIT erhöht sich um 163 %
  • Gewinn (nach Steuern) steigt um 181 %

Monheim am Rhein, 15. März 2021: Heute hat die Weng Fine Art AG ihren noch ungeprüften Einzelabschluss (ohne die Ergebnisse der ArtXX AG) zum Geschäftsjahr 2020 vorgelegt, der sich markant von der allgemeinen Entwicklung im Kunstmarkt abhebt, denn im Pandemie-Jahr sind die Umsätze und Erträge im Kunsthandel weltweit stark eingebrochen. Kerngeschäft der WFA AG blieb der B2B-Handel. Hier kam der Gesellschaft die allgemeine Materialknappheit sowie der Trend zur gestiegenen Bedeutung des Marktes für Kunstwerke im mittleren Preissegment von 5.000 bis 100.000 EUR entgegen. Schließlich war es der WFA AG wegen ihrer weiter gewachsenen Kapitalkraft möglich, zahlreiche größere Ankäufe zu tätigen, die dem Großteil der Konkurrenz im Corona-Jahr 2020 verschlossen geblieben sind.

Der Warenumsatz erhöhte sich 2020 von 3,81 Mio. EUR auf 5,33 Mio. EUR (+ 40 %). Die Höchstpreise wurden mit jeweils 500.000 EUR für eine expressionistische Landschaft von Gabriele Münter und ein Landschaftsaquarell von Paul Cézanne erzielt. Für 380.000 EUR konnte eine großformatige Zeichnung von Robert Longo verkauft werden. Im abgelaufenen Jahr war der Nachschub an Ware beschränkt, aber die Gesellschaft profitierte von ihrem umfangreichen und werthaltigen Warenbestand. Die Margen (Aufschlagsätze) entwickelten sich 2020 ebenfalls positiv – der durchschnittliche Aufschlagsatz stieg gegenüber dem Vorjahr von 59,2 % auf 62,2 %.

Durch die Ausschüttung und Neubewertung von insgesamt 650.000 Aktien der ArtXX AG als Sachdividende an die WFA-Aktionäre entstand ein Ertrag (vor Steuern) von rund 3 Mio. EUR – 2019 hatte der entsprechende Gewinn aus einer Privatplatzierung etwa 700 TEUR betragen. Der Beteiligungsertrag von 825 TEUR aus der weiterhin sehr erfolgreich tätigen E-Commerce Tochter ArtXX AG wird im Konzernabschluss herauskonsolidiert werden – im Vorjahr belief sich dieser noch auf 850 TEUR. Der Gewinn aus dem operativen Geschäft (vor Steuern) der Weng Fine Art AG erhöhte sich auf 762 TEUR und verbesserte sich damit gegenüber dem Vorjahr (47 TEUR) um mehr als das Sechzehnfache.

Mit dem steigenden Geschäftsvolumen erhöhten sich auch die Aufwendungen, allerdings nur unterdurchschnittlich, um etwa 15 % von 947 TEUR (2019) auf 1.090 TEUR. Davon entfielen 199 TEUR (im Vorjahr 79 TEUR) auf Kosten im Zusammenhang mit der Platzierung von ArtXX-Aktien.

Das EBIT verbesserte sich 2020 mit einem großen Sprung von 1,83 Mio. EUR auf 4,81 Mio. EUR (163 %). Der Finanzaufwand verringerte sich durch den Cashflow aus dem operativen Geschäft und durch weiter sinkende Zinssätze von 238 TEUR auf 203 TEUR.

Das für Vergleichszwecke wichtige Vorsteuerergebnis hat sich von 1,59 Mio. EUR auf 4,59 Mio. EUR fast verdreifacht. Der Jahresüberschuss erhöhte sich um 181 % auf 4,39 Mio. EUR (2019: 1,56 Mio. EUR).

Noch keinen Beitrag zum Ergebnis des Jahres 2020 hat die notorisch ertragsschwache Artnet AG geleistet, an der die Weng Fine Art AG zusammen mit ihrem Großaktionär inzwischen mit einer Sperrminorität von über 25 % beteiligt ist. Allerdings hat sich seit ihrer Anschaffung der Börsenwert der Artnet-Beteiligung um mehr als 3,5 Mio. EUR erhöht. Die Weng Fine Art AG wird weiterhin nachdrücklich einen Wechsel im Aufsichtsrat der Artnet AG sowie eine Verstärkung des Managements forcieren, damit das Unternehmen sein Potential, das es als größter Kunstdatenlieferant der Welt hat, auch ausschöpfen kann.

Auf der Passivseite der Gesellschaft hat sich, trotz der Rekordausschüttung von 3,9 Mio. EUR an die Aktionäre während des „Corona-Jahres“, das Eigenkapital weiter von 10,1 Mio. EUR (2019) auf 11,7 Mio. EUR erhöht. Dafür verantwortlich war neben den thesaurierten Gewinnen auch die Veräußerung von weiteren 50.000 Aktien aus dem Treasury Stock, für die knapp 1,0 Mio. EUR erlöst werden konnten. Die verbliebenen 150.000 eigenen Aktien sind nunmehr mit dem Nominalwert von 1,00 EUR/Aktie bilanziert, so dass durch deren sukzessive Veräußerung das Eigenkapital um weitere etwa 4 Mio. EUR erhöht werden könnte. Die Eigenkapitalquote lag zum 31. Dezember 2020 mit 45,9 % bereits über dem Zielkorridor für die WFA AG von 35 - 45 %.

Die Finanzierung der Gesellschaft ist auch auf der Fremdkapitalseite mit Kreditarrangements von aktuell mehr als 17 Mio. EUR sehr solide. Etwa zwei Drittel der derzeit ausstehenden Darlehen sind von insgesamt 7 Banken langfristig, mit Laufzeiten von bis zu 3 Jahren, gewährt worden.

Der Abschluss der Weng Fine Art AG für das Geschäftsjahr 2020 kann im Internet heruntergeladen werden unter https://wengfineart.com/uploads/WFA-AG-JA.pdf

Über die Pläne und die Zukunftsaussichten der Gesellschaft wird der Vorstand voraussichtlich im weiteren Verlauf des Frühjahres berichten. Der Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2020 soll im April veröffentlicht werden. Die ordentliche Hauptversammlung wird, abhängig von der Infektionssituation, vermutlich im Juni/Juli 2021 stattfinden.

 

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