Schweizer Tochter ArtXX AG steigert Umsatz im ersten Halbjahr und erwartet Beschleunigung des positiven Trends im Editionsgeschäft im zweiten Halbjahr 2026

30 Sep. 2026 / Pressemitteilungen


Umsatz 910 TEUR nach 844 TEUR, Rohertragsmarge bei Eigenware 111 % nach 100 %, EBIT positiv, Eigenkapitalquote 56 %, Umsatz nach neun Monaten etwa 25 % über Vorjahr prognostiziert

Die ArtXX AG (ArtXX), Zug, Schweizer Tochtergesellschaft der Weng Fine Art AG (WFA), legt heute ihre Halbjahresbilanz zum 30.06.2026 vor.

Der Kunstmarkt hatte sich im 1. Quartal 2026 positiv entwickelt. Durch die Angriffe der USA und Israels auf den Iran folgte allerdings allgemein wieder eine merkliche Käuferzurückhaltung, die sich erst im Sommer sukzessive gelegt hat. 

Die Gesellschaft hat vor diesem Hintergrund im ersten Halbjahr 2026 ihren Umsatz um immerhin 8 % von 844 TEUR auf 910 TEUR gesteigert. Grund dafür war ein größerer Anteil höherwertiger Kunstwerke. Die für die Gesellschaft besonders wichtige Rohertragsmarge (berechnet als Aufschlagsatz) stieg bei der Eigenware nochmals von 100 % im Vorjahreszeitraum auf 111 %. Dies ist der höchste Wert in der Geschichte der ArtXX. Einschließlich des niedrigmargigen Kommissionsgeschäfts erhöhte sich die Marge von 97 % auf 107 %.

Das EBITDA liegt fast unverändert bei 54 TEUR (Vorjahr: 53 TEUR), das EBIT bei 45 TEUR (Vorjahr: 39 TEUR). Das Finanzergebnis verbesserte sich von -111 TEUR auf -106 TEUR. Das Halbjahresergebnis stellt sich auf -75 TEUR (Vorjahr: -65 TEUR). Ohne einen periodenfremden Effekt im Jahr 2026, der zu einem Swing von 27.500 EUR zum Nachteil des Ergebnisses 2026 geführt hat, wäre dieses schon jetzt besser als im Vorjahr ausgefallen. 

Die Bankverbindlichkeiten von derzeit noch mehr als 5 Mio. EUR sollen schon im laufenden Jahr merklich reduziert und in den kommenden beiden Jahren ganz abgebaut werden. Dazu finden derzeit Gespräche mit den finanzierenden Banken statt. Die Eigenkapitalquote beträgt aktuell 56 % und liegt damit deutlich über den Sätzen, die mit den finanzierenden Banken als Covenant festgelegt worden waren. Die Bilanzsumme ist gegenüber dem 30. Juni 2025 um rd. 3 % gesunken.

Die Entwicklung im 3. Quartal gibt Anlass zur Zuversicht bzgl. der Ergebnisse im Gesamtjahr 2026: Bezogen auf den Umsatz wird das laufende Quartal das beste 3. Quartal seit 2022 werden. Die Gesellschaft wird im 9-Monatszeitraum 2026 über 1,5 Mio. EUR Umsatz ausweisen können und damit etwa 25 % mehr als zum 30. September 2025.

Die ArtXX konnte im August mit einem renommierten europäischen Auktionshaus eine Vereinbarung treffen, im November/Dezember eine umfangreiche Auktion mit Editionen zu veranstalten, die ganz wesentlich mit den Beständen der Gesellschaft bestückt werden wird. Hierdurch werden Zuflüsse für die Gesellschaft von mehreren hunderttausend EUR erwartet.

Wie bereits angekündigt wird das Büro der ArtXX in Zug am 30. September 2026 geschlossen. Die Gesellschaft wird künftig von Zürich aus operieren. Dadurch und durch geringere Lagerfläche sowie einen niedrigeren Personalaufwand werden die Verwaltungskosten im 2. Halbjahr sinken. Vor diesem Hintergrund erwartet die Gesellschaft für das Gesamtjahr 2026 ein positives Ergebnis sowie wieder einen stark positiven operativen Cashflow. 

Rüdiger K. Weng, Vorstand der WFA und Präsident des Verwaltungsrats der ArtXX: „Die nochmals gestiegene Marge in einem noch immer herausfordernden Markt zeigt, dass wir unsere Verkaufspreise durchsetzen können. Dies auch, weil wir bei den von uns angebotenen Editionen wenig Konkurrenz haben. Es muss jetzt darum gehen, die Verkaufsvolumina zu erhöhen und im Zusammenspiel mit niedrigeren Kosten das Nachsteuerergebnis wieder deutlich in die schwarzen Zahlen zu bringen. Ein hoher operativer Cashflow ist nötig, um wie geplant die Bankverbindlichkeiten zügig reduzieren zu können.“